Du suchst "Zeit für dich" und weißt nicht, womit du anfangen sollst?

Kerze anzünden, tief ein- und ausatmen, Gefühle wahrnehmen, Journal zur Hand und aufschreiben - die kleine Mini-Routine für ein bisschen Zeit für dich! Ist doch ganz einfach! Warum tust du es dann nicht? Warum weiß unser Kopf schon alles aber wir kommen nicht in die Bewegung? Ich möchte den "Zeit für mich" Ansatz mal ein bisschen provokant beleuchten. Ich nehme mich als Beispiel. Also Angelika, warum weißt du alles aber kommst oftmals nicht in die Umsetzung?

Zeit für mich - eine Einladung zur Begegnung mit mir selber

Warum mich diese Ritualvorschläge manchmal wütend machen.


Huch! Da ist ja schon ein erstes Gefühl! Mich macht das "wütend" wenn ich höre: Kerze anzünden etc.?
Jaaaa! Na ja, nicht richtig doll wütend, vielleicht eher genervt. Es gibt sooo viele Ideen im Netz, dir mir Hilfe anbieten. Ob es "Dranbleiben-Coaches" oder Mini-Kurse zur Soforthilfe sind, es ist einfach schon alles da! Ich bräuchte eigentlich nur diesen einen kleinen Tipp beherzigen, und dann geht es mir besser? Dann habe ich Zeit mit mir verbracht? Ja, stimmt. Zeit schon!

Aber, wie wertvoll war oder ist diese Zeit? 

Eine Freundin erzählte mir: sie braucht jetzt endlich mal Zeit für sich - sich muss sich mal richtig um sich selber kümmern. Sie teilte mir mit, dass sie sich zurückziehen "muss", um Zeit für sich zu finden.
Ich kann sie total verstehen!!!! , aber eine Seite in mir hat gejault: "Aber, warum willst du keine Zeit mehr mit mir verbringen? Warum hast du nicht früher angefangen, auf dich und deine Me-Time zu achten? Dann wäre jetzt noch Kapazität für Freundschaft. Was soll ich sagen: ich habe da wohl ein Bedürfnis in mir entdeckt.

Bingo! 

So einfach ist das also! In dieser kurzen Episode zeigt sich: ich habe mir Zeit für mich genommen. Dafür musste ich mir keine Kerze anzünden und ein Ritual starten. 

Ich habe mich einfach im Leben beobachtet.


Das bedeutet :  "sich Zeit für sich nehmen". Eine innere Begegnung mit sich selber initiieren.

In dem ich mich mit mir selber beschäftige, mich beobachte, Situationen nochmal nachspüre.




Hier wäre also mein Frage, die du dir vielleicht stellst, beantwortet.

Wie schaffe ich Zeit für mich? 

In dem ich mir die Möglichkeit gebe, mich im Leben zu beobachten. 

In dem ich 
  • Gefühle wahrnehme und ihnen Beachtung schenke
  • in dem ich mich reflektierend frage: darf dieses Gefühl jetzt mal da sein?
  • in dem ich mir selber mit Würde und Achtung begegne und mich frage: was brauche ich in so einem Moment? Muss ich dem nachgehen? Möchte ich das anders haben? und wenn ja, wie sollte das aussehen? 

Was ist also der Kern der Aussage: "Zeit für mich" brauchen?

Die "Zeit für mich" ist keine Zeit im Außen. Es ist überhaupt keine wirkliche Zeit!

Es ist eine Form von Aufmerksamkeit!

Aufmerksamkeit für den wichtigsten Menschen in deinem/meinem Leben!  

Aufmerksamkeit auf mich zu lenken.


Nicht beim Nachbarn zu schauen, was der jetzt wohl braucht. Nicht die Kollegen mit guten Tipps versorgen, die sie gar nicht abgefragt haben. Nein! Bei mir selber schauen, was brauche ich denn eigentlich gerade? Was tut mir gut, damit ich kraftvoll bin und für andere Menschen eine Bereicherung. Es ist das Synonym für "in der eigenen Mitte zu sein".

Das Leben gibt uns in jedem "JETZT" die Möglichkeit, uns zu beobachten und uns selbst zu reflektieren. Wir dürfen uns jeden Tag fragen, warum wir dieses Geschenk nicht annehmen. Warum wir, statt uns mit uns zu beschäftigen, lieber im Außen etwas nachjagen, was uns vermeintlich glücklich werden lässt.

Meine Botschaft ist: den Moment des Glücks, denn Glück ist kein Dauerzustand, in sich selber zu finden. Das wieder in uns zu kultivieren. Sich auf das zu fokussieren, was uns innerlich im Herzen berührt....

......und nicht die Katastrophen im Außen immer wieder zu bezeugen. 


Ja! Um "Zeit für sich" zu finden und sie sich zu nehmen, muss man auch sich selber ein bisschen wichtig nehmen!


Vielleicht spricht ja etwas dagegen, in sich hinein zu spüren, sich selber zu begegnen. Vielleicht finde ich da Dinge, die ich mir lieber nicht anschauen möchte? Meine Wut z.B. und die Erkenntnis, dass ich es fürchterlich traurig finde, eine gute Freundin über ihren Wunsch "Zeit für mich"  verloren zu haben? Dieses Gefühl in mir zu akzeptieren, dass ich mir Gemeinschaft wünsche und nicht in Krisenzeiten ausgeklammert sein will. Dass ich doch gerade in Krisenzeiten ... oh je, ich habe wirklich viele Wünsche an eine freundschaftliche Begegnung! Es sind aber keine "Erwartungen", wie ich auch feststellen durfte, sondern einfach Gefühle in mir, die sich irgendwann einmal gebildet haben. 

Es ist wichtig, sie mir anzuschauen! 

Jetzt kommt das Schöne an " sich wirklich selber zu begegnen":

Die Erkenntnisse tun so gut!

Die gefühlten Gefühle dürfen gehen und der Körper heilt! 


Warum also weiß unser Kopf schon alles und trotzdem kommen wir oftmals nicht in die Bewegung: Weil uns diese schöne Erfahrung vielleicht noch fehlt! 



Und weil ich mir selber kleine Brücken baue zu diesen inneren Dialogen,

habe ich meine Motivkarten entworfen. Ich nutze sie für mein Journaling und schaffe mir eine Wohlfühl-Oase, wo ich eintauchen kann in meine innere Welt.

Also dann....

  • Kerze an ( wenn es dir hilft😉)
  • tief ein- und ausatmen ( muss nicht, aber kann)
  • eine Botschaftskarte ziehen (wäre eine Unterstützung)
  • wirken lassen und und Gefühle wahrnehmen ( unbedingt erforderlich)
  • Stift und Papier und los geht`s - jetzt kommt die "Arbeit" - aufschreiben, was gesagt werden möchte und bisher keinen Raum finden konnte. (der Game-Changer)

Sei endlich ehrlich zu dir selber! 


Ich habe es ja gesagt: es ist schon alles da!😀 Ich werde das Rad auch nicht neu erfinden! Aber vielleicht leiste ich einen Beitrag, in dem ich euch und mich immer wieder erinnere:

Die Antworten tragen wir alle schon in uns selber!

Und nun, ran ans Werk!

Ich wünsche euch viel Freude bei eurer echten Begegnung mit euch selbst!